Bei uns leben immerhin dauerhaft rund 50 Hunde, 3 Pferde, mindestens 2 oder mehr Schweine, Katzen, bisweilen auch Hühner und Enten, allesamt mit großen Revieren und sehr viel Platz. Das  immerhin fast 2km lange Tal der Quinta bietet den Hunden und Pferden ein völlig freies und natürliches Leben. Zwinger kennen wir nicht und Tiere einsperren geht unserer Meinung nach gar nicht. Also leben wir mit und unter ihnen, aber SIE bestimmen unseren Tagesablauf und wann wir was zu erledigen haben.

Früher haben wir Hunde und Katzen an ausgesuchte Familien in Deutschland vermittelt. Heute bevorzugen wir es, sie hier zu behalten und lebenslang selber für sie zu sorgen. Sehr viele unserer Hunde kommen traumatisiert zu uns, wurden gequält oder hatten schwere Verletzungen. Die sehr feine und systematisch entwickelte Sozialstruktur unseres Hundeclans ist die beste Therapie, um ein Trauma los zu werden. Artgenossen sind immer noch die besten Therapeuten. Es gibt nicht wenige Hunde hier, die nur Peter und mir vertrauen, bei Besuch aber wegrennen, weil ihnen Menschen suspekt sind.

Besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die optimale medizinische Versorgung der meist krank und/oder verletzt ankommenden Tiere. Wir arbeiten mit einem sehr modern ausgestatteten und hoch kompetenten Ärzteteam zusammen, haben uns allerdings auch selbst sehr viel Wissen angeeignet, nicht zuletzt durch die zahllosen Erfahrungen und Peters strengem Weiterbildungsprogramm. Wenn es nicht gerade um Operationen oder komplizierte Untersuchungen im CT oder Röntgengerät geht, erledigen wir die meisten Arbeiten selbst. Wir haben z.B. ein kleines Labor in unserer Krankenstation, wo wir Blutbilder erstellen. Auch Physio- und Hydrotherapie machen wir mittlerweile selbst. Für die Hunde ist das optimal, weil sie in keine Klinik müssen, nicht mit Fremden konfrontiert werden, sondern in der gewohnten Umgebung ihre Anwendungen bekommen. Sie bleiben entspannt und Entspannung ist der Pfad, auf dem Heilung gedeihen kann.

So lebe ich hier in einer 7-Tagewoche, kenne keine Auszeit, keinen Urlaub und so gut wie keine Freizeit. Tiere kennen kein Wochenende und wir somit auch nicht. Ob ich es wieder tun würde? Ob ich nocheinmal so kompromisslos in ein derartiges Projekt einsteigen würde? Antworten darauf geben meine Bücher.

 

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Pulga
Xenia
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Welpchen_02

Physiotherapie mit einem Unfallopfer

Unten: Welpchen behandeln und mit der Flasche aufziehen

Kranke Straßenhunde finden und aufnehmen

Medikamente verteilen, mein Medizinschrank und Naturheilmittel

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Medis
Winnies Medikamente

Was ist Spikinet?

Der Name existierte bereits, als ich zu Peter auswanderte. Er hatte die Idee gehabt ein Netzwerk von Menschen aufzubauen, denen Ökologie, Natur- und Tierschutz, sowie der ethische Umgang mit unseren Nahrungsmitteln wichtig ist. Spiki war damals der Rudelführer und Symbol des Hundeclans. Das Anhängsel “net” sollte eben das geplante Netzwerk symbolisieren. Ja, Peter ist zwar ein Rationalist, aber bisweilen auch ein Träumer. Menschen und vor allem Interessensgruppen aus dem Bereich Umwelt und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen und zu vernetzen, sodass es nachhaltig funktioniert, war zumindest hier an der Algarve eine Illusion. Die hier lebenden Engländer machen eh ihr eigenes Ding und mögen die Deutschen nicht, weil sie Deutsche sind. Die Deutschen wiederum schotten sich ab, integrieren sich nicht und lehnen die Portugiesen ab. Die Portugiesen wiederum mögen die Deutschen gar nicht, die Engländer einigermaßen, lieben aber die Franzosen, von denen es hier nur wenige Residente gibt.

Hydrotherapie

Julius

Spendenkonto:

Kontoinhaber: Naturschutzprojekt Leben e.V.
IBAN:             DE58 3704 0044 0378 4030 00
BIC:               COBADEFFXXX

 

 

Am Ende ging nichts zusammen und Spikinet wurde der Name unseres Projektes, so wie wir es noch heute betreiben. Bei allem was wir anpacken hat Nachhaltigkeit oberste Priorität. Wenn wir Tiere retten, dann reicht es uns nicht, sie einzusammeln und aufzubewahren. Das ist in unseren Augen keine echte Rettung, sondern Animalhoarding unter dem Deckmantel des Tierschutzes. Naturschutz bedeutet für uns vor allem ein artgerechtes, freies Leben für alle Quintabewohner, mit Ausnahme der Menschen natürlich. Wir beiden Menschen sehen uns als Dienstleister der Tiere und ordnen schon immer unseren Lebensstil und unsere persönlichen Bedürfnisse denen unserer Schützlinge unter.

Der freilebende Hundeclan

Portrait 01

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(c) Karin Semelink 2014-2016

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